Abgasüberwachung in Tiefgaragen, Parkhäusern und Ladezonen.
Gaswarnanlagen für Tiefgaragen: Kohlenmonoxid (CO), Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO₂) sicher überwachen nach DIN EN 50545-1.

Gaswarntechnik in Tiefgaragen – ein kompakter Überblick:
Gerade zu Stoßzeiten wird die Luftqualität in Tiefgaragen besonders stark belastet. Ein- und ausfahrende sowie innerhalb der Garage zirkulierende Fahrzeuge setzen Schadstoffe frei, die sich in geschlossenen Bereichen anreichern können. Ohne kontinuierliche Überwachung können kritische Konzentrationen unbemerkt entstehen.
Gaswarnsysteme überwachen kontinuierlich die Konzentration relevanter Gase wie Kohlenmonoxid (CO), Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO₂). Die Messwerte ermöglichen es, die Lüftung bedarfsgerecht zu steuern, bei Bedarf zu warnen und damit dauerhaft sichere Betriebsbedingungen in der Tiefgarage zu gewährleisten. Je nach Nutzung kann in bestimmten Fällen zusätzlich auch die Überwachung von brennbaren und explosiven Gase wie H₂, LPG und CNG relevant werden.
Zumeist geht es jedoch um die
- Gewährleistung der Luftqualität durch Früherkennung von Gasansammlungen – also noch bevor gefährliche Konzentrationen entstehen
- Schutz von Personen (Besucher, Nutzer, Personal, Einsatzkräfte)
- Automatische Lüftungssteuerung, Schrankensteuerung, Notfallalarmierungen, etc. – also Gebäudeleittechnik und Maßnahmen
- Rechtssicherheit für Betreiber, Kommunen und Facility Management – die Normenkonformität auf verschiedenen Ebenen
- Energieeffizienz des Gesamtsystems
- in speziellen Fällen auch die Verhinderung von Explosionen durch gezielte Früherkennung gefährlicher Gase und Gemische.
Welche Gase sind in Tiefgaragen relevant?
In geschlossenen Park- und Tiefgaragen können verschiedene Gase und Schadstoffe auftreten. Je nach Antriebsart der Fahrzeuge und Nutzung der Garage ergeben sich unterschiedliche Gefährdungen:
Kohlenmonoxid (CO) entsteht insbesondere bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Das farb- und geruchlose Gas kann sich bei erhöhtem Verkehrsaufkommen schnell anreichern – insbesondere in Bereichen mit hohem Fahrzeugaufkommen, an Ein- und Ausfahrten oder in schlecht durchlüfteten Bereichen. Wird CO eingeatmet, beeinträchtigt es den Sauerstofftransport im Blut und kann bereits bei vergleichsweise niedrigen Konzentrationen gesundheitsschädlich sein.
Bei Dieselfahrzeugen spielen zusätzlich Stickoxide (NO und NO₂) eine wichtige Rolle. Diese können insbesondere in Bereichen mit vielen Nutz- und Lieferfahrzeugen auftreten. Stickstoffdioxid kann die Atemwege reizen und stellt damit einen wichtigen Faktor für die Luftqualität in geschlossenen Parkbereichen dar.
Neben den im weiteren Verlauf genannten Normen und Vorgaben kann hierbei in Deutschland auch das Merkblatt T 021 der BG RCI ein Rolle spielen, z.B. für die Überwachung der Atemluftqualität an Arbeitsplätzen im Bereich von Ladezonen und Verladerampen.
Je nach Nutzung und Fahrzeugbestand können darüber hinaus explosive und brennbare Gase wie Wasserstoff (H₂), Flüssiggas (LPG) oder komprimiertes Erdgas (CNG) relevant sein. Hier steht nicht die toxische Wirkung, sondern insbesondere die Explosionsgefahr im Vordergrund. LPG ist schwerer als Luft und kann sich in tiefer liegenden Bereichen sammeln, während leichteres CNG nach oben steigt und sich unter Decken ansammeln kann.
Bei der Auslegung solcher Gaswarnanlagen kann wiederum das BG RCI-Merkblatt T 023 für brennbaren Gase und Dämpfe im Kontext von ATEX und Explosionsschutz relevant werden, worauf wir aber in anderen Bereichen dieser Webseite näher eingehen.
Wichtig für sichere Parkgebäude: Ein umfassendes Sicherheitskonzept muss immer die jeweils relevanten Gefährdungen und die örtlichen Gegebenheiten berücksichtigen.
Das Regelwerk für Gaswarnung und Lüftung in deutschen Tiefgaragen
Für die Planung und den Betrieb von Tiefgaragen greifen in Deutschland verschiedene Regelwerke ineinander. Dabei ist es wichtig, zwischen bauordnungsrechtlichen Anforderungen, technischen Planungsregeln und Produktnormen für Gaswarnsysteme zu unterscheiden.
Die Grundlage bildet das jeweilige Landesbauordnungsrecht. Deutschland verfügt über 16 Landesbauordnungen, die die grundlegenden Anforderungen an bauliche Anlagen definieren – beispielsweise hinsichtlich Sicherheit, Brandschutz und Gesundheitsschutz.
Für Garagen werden diese Anforderungen durch die jeweiligen Garagen- bzw. Garagen- und Stellplatzverordnungen der Länder konkretisiert. Jedoch gibt es nicht 16 eigenständige Garagenverordnungen: In 14 Bundesländern existieren eigenständige Garagen- bzw. Garagen- und Stellplatzverordnungen. In Berlin und Nordrhein-Westfalen sind die entsprechenden Regelungen in andere Verordnungen integriert.
Die Garagenregelungen enthalten unter anderem Anforderungen an Lüftung, Brandschutz, Rettungswege und den Betrieb von Mittel- und Großgaragen. So schreibt beispielsweise die nordrhein-westfälische Sonderbauverordnung Anforderungen an die Lüftung von Garagen sowie an CO-Warnanlagen vor.
Für die technische Planung und Auslegung der Lüftung ist die VDI 2053 von besonderer Bedeutung. Sie beschreibt die technischen Grundlagen für die Lüftung von Garagen und unterstützt Planer und Anlagenerrichter bei der Auslegung entsprechender Lüftungsanlagen. Dabei ist stets ein Abgleich mit den jeweils geltenden landesrechtlichen Vorschriften erforderlich.
Für die eingesetzten Gaswarnsysteme ist schließlich die DIN EN 50545-1 relevant. Sie definiert Anforderungen an das Betriebsverhalten sowie Prüfverfahren für ortsfeste Geräte zur Detektion und Messung von Kohlenmonoxid (CO), Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO₂) in Tiefgaragen und Tunneln. Die Geräte können dabei unter anderem zur Steuerung von Lüftungssystemen oder zur Warnung vor einer Vergiftungsgefahr eingesetzt werden.
Vereinfacht dargestellt gilt in Deutschland:
Landesbauordnung / Bauordnungsrecht
→ definiert die grundlegenden Anforderungen an bauliche Anlagen
Garagenverordnung bzw. entsprechende landesrechtliche Regelungen
→ konkretisieren diese Anforderungen für Garagen, beispielsweise hinsichtlich Lüftung, Brandschutz und Rettungswegen
VDI 2053
→ beschreibt die technischen Grundlagen für die Planung und Auslegung der Garagenlüftung
DIN EN 50545-1
→ definiert Anforderungen an Gaswarngeräte für CO, NO und NO₂ in Tiefgaragen und Tunneln
Kurz gesagt:
Das Bauordnungsrecht definiert die grundlegenden Anforderungen. Die landesrechtlichen Garagenregelungen konkretisieren diese für Garagen. Die VDI 2053 beschreibt die technische Auslegung der Lüftung. Die DIN EN 50545-1 definiert die Anforderungen an die hierfür eingesetzten Gaswarnsysteme.
Die Vorschriften und technischen Regelwerke sollten dabei immer in ihrer jeweils aktuellen Fassung und im Zusammenhang mit den konkreten örtlichen Gegebenheiten betrachtet werden.
Wie funktioniert Gaswarntechnik in Tiefgaragen?
Gaswarnsysteme arbeiten kontinuierlich und überwachen die Luftqualität in verschiedenen Bereichen der Tiefgarage. Statt erst auf eine bereits kritische Situation zu reagieren, erkennen sie steigende Gaskonzentrationen frühzeitig und ermöglichen eine automatische Reaktion.
Typischerweise besteht der Prozess aus vier Schritten:
1. Messen
Gaswarngeräte erfassen kontinuierlich die Konzentration der relevanten Gase in ihrem jeweiligen Überwachungsbereich.
2. Übertragen
Die Messwerte werden an eine zentrale Auswerteeinheit übertragen.
3. Auswerten
Die Messwerte werden mit den definierten Alarm- und Schaltschwellen verglichen.
4. Reagieren
Bei entsprechenden Konzentrationen können Lüftungsanlagen, Warnanzeigen oder weitere Sicherheitsfunktionen automatisch aktiviert werden.
Durch die Kombination aus kontinuierlicher Messung und automatisierter Steuerung können Betreiber frühzeitig auf Veränderungen der Luftqualität reagieren.
Die richtige Sensortechnik für jede Anwendung
Unterschiedliche Gase erfordern unterschiedliche Messverfahren. Für toxische Gase wie CO, NO und NO₂ kommen insbesondere elektrochemische Sensoren zum Einsatz. Sie erzeugen ein elektrisches Signal, das proportional zur Konzentration des jeweiligen Zielgases ist, und ermöglichen dadurch eine präzise und kontinuierliche Überwachung.
Für den Sonderfall der Detektion brennbarer und explosiver Gase wie Wasserstoff, LPG oder CNG kommen je nach Anwendung andere Messverfahren zum Einsatz, beispielsweise katalytische Sensoren oder Infrarottechnik.
Entscheidend ist neben der geeigneten Sensortechnologie auch die korrekte Positionierung der Gaswarngeräte entsprechend den Eigenschaften des jeweiligen Gases und den örtlichen Gegebenheiten.
Bedarfsgerechte Lüftungssteuerung: Sicherheit und Energieeffizienz verbinden
Eine zuverlässige Lüftung ist entscheidend für eine gute Luftqualität in geschlossenen Tiefgaragen. Gleichzeitig verursacht der kontinuierliche Betrieb großer Lüftungsanlagen erhebliche Energiekosten. Eine bedarfsgeregelte Lüftung kann hier einen wichtigen Beitrag zur Energieeffizienz leisten. Die Gaswarnanlage liefert kontinuierlich aktuelle Messwerte und ermöglicht es, die Lüftungsleistung an die tatsächliche Belastung anzupassen.
Steigen beispielsweise die CO-Konzentrationen in einem bestimmten Garagenbereich während einer verkehrsreichen Phase an, kann die Lüftung gezielt auf die betroffenen Bereiche reagieren. Sobald die Konzentrationen wieder sinken, kann die Lüftungsleistung entsprechend reduziert werden.So lassen sich Sicherheit, Luftqualität und ein effizienter Anlagenbetrieb miteinander verbinden.

SafePark von Bieler+Lang: Gaswarnung und Lüftungssteuerung aus einer Hand
Eine moderne Gaswarnanlage sollte sich nahtlos in die technischen Systeme einer Tiefgarage integrieren lassen. Mit der SafePark-Produktfamilie von Bieler+Lang lassen sich relevante Schadstoffe überwachen, Lüftungsstrategien umsetzen und Messwerte, Alarme sowie der Anlagenstatus zentral erfassen.
Die GM 750 SafePark Gasmessfühler ermöglichen die Überwachung von CO, NO und NO₂. Die SafePark GATEWAY-Controller ermöglichen die Integration in Lüftungs- und Gebäudeleittechnik, unter anderem über Modbus und BACnet. In Verbindung mit dem GMC 650C SafePark HMI erhalten Betreiber und Servicepersonal eine zentrale Übersicht über Messwerte, Alarme und den Anlagenstatus.
Das GMC 650C SafePark wiederum vereint Controller und Bedienfeld zu einem modernen Auswertegerät in einem kompakten Gehäuse für die raumsparende Wandmontage.
Mit der SafePark BUS-Technologie lassen sich bis zu 128 Messstellen und Zusatzgeräte in einem digitalen System integrieren.
Damit bietet SafePark eine leistungsfähige Grundlage für die Überwachung der Luftqualität und die bedarfsgerechte Steuerung der Lüftung in Tiefgaragen.
Sie planen eine Gaswarnanlage für eine Tiefgarage?
Ob Neubau, Modernisierung oder Erweiterung: Die Anforderungen an Gaswarnung und Lüftung hängen immer von der konkreten Anwendung, der Garagengröße, den örtlichen Gegebenheiten und den jeweils geltenden Vorschriften und technischen Regelwerken ab.
Bieler+Lang unterstützt Planer, Anlagenbauer und Betreiber bei der Auswahl und Umsetzung geeigneter Gaswarnlösungen für Tiefgaragen. Sprechen Sie mit unserem Team über Ihr Projekt und erfahren Sie mehr über die SafePark-Lösungen für Tiefgaragen und Parkhäuser.
Die SafePark-Lösung von Bieler+Lang
SafePark – Die intelligente Gaswarnanlage für Ihre Parkhäuser und Tiefgaragen
Im Jahr 2026 führt Bieler+Lang eine neue, digitale Anlagen-Technologie speziell für die Überwachung gefährlicher und toxischer Gase in Parkhäusern und Tiefgaragen ein. Das System ermöglicht die zuverlässige Erkennung der gesundheitsschädlichen Fahrzeugabgase:
- Kohlenmonoxid (CO)
- Stickstoffdioxid (NO₂)
- Stickstoffmonoxid (NO)
Moderne, zuverlässige Messverfahren, alle gängigen Schnittstellen zur Ansteuerung von Lüftungsanlagen und Warnsystemen und die innovative 2-Draht-BUS Technologie zeichnen die Geräte von Bieler+Lang SafePark aus. Am Ende steht nicht nur die normkonforme Überwachung und Betreibung Ihrer Anlage nach EN 50545-1:2011 + A1:2016 und EN 50271:2018, sondern auch vielfältiges Einsparpotential bei Betrieb und Installation sowie beim Service Ihrer neuen Gaswarnanlage in nicht explosionsgefährdeten Bereichen.
SafePark basiert auf einer leistungsfähigen digitalen 2-Draht-BUS-Technologie. Dadurch lassen sich große Parkplatzflächen effizient überwachen und gleichzeitig Installations- und Wartungskosten reduzieren. Die adressierbaren Gasdetektoren kommunizieren mit zentralen Steuer- und Auswertegeräten und ermöglichen:
- einfache Projektierung
- schnelle Inbetriebnahme
- komfortable Fernüberwachung
- intuitive Systemkonfiguration
- flexible Erweiterbarkeit
Für die SafePark-Serie steht umfangreiches Zubehör zur Verfügung, unter anderem:
- Hupen und Warnleuchten
- Notstromversorgung
- Erweiterungsmodule
- weitere BUS-fähige Sensoren
Typische Einsatzbereiche für SafePark:
- Tiefgaragen
- Parkhäuser
- Parkdecks
- Tunnel
- Ladezonen
- private Parkgaragen
- Bereiche mit hoher Fahrzeug- oder Dieselbelastung
Vorteile der SafePark-Serie auf einen Blick
- normkonform nach EN 50545-1 und EN 50271
- digitale BUS-Gaswarnanlage
- adressierbare Sensorik
- einfache Verkabelung
- schnelle Installation
- intuitive Bedienung
- reduzierte Wartungskosten
- robuste Industrieausführung
- langlebige Sensortechnik
- optimale Integration in moderne Gebäudetechnik
Fazit zur intelligenten Gasüberwachung für geschlossene Parkeinrichtungen: Unsere Gaswarnsysteme sind speziell für den Einsatz in Parkhäusern und Tiefgaragen entwickelt. Sie arbeiten zuverlässig, exakt und normkonform – und lassen sich oft nahtlos in bestehende Gebäudeleittechnik integrieren.

Aus Tradition gut – seit Jahrzehnten bewährt: Bieler+Lang Gaswarngeräte haben sich in Parkhäuser und Tiefgaragen einen guten Namen gemacht.
Zum umfangreichen Produktprogramm von Bieler+Lang zählt traditionell eine große Auswahl von Messfühlern und Auswertegeräten zur Überwachung von gefährlichen Abgasen in Garagen, Tiefgaragen, Parkhäusern und Tunneln.
Neben der normkonformen Überwachung typischer giftiger Parkhausabgase wie Kohlenmonoxid CO, Stickstoffmonoxid NO und Stickstoffdioxid NO₂ stehen Ihnen auch zahlreiche Gaswarngeräte und Messsysteme zur Überwachung weiterer, oftmals hochexplosiver Gase wie Wasserstoff H₂ (z.B. für die Batterieüberwachung bei Elektrofahrzeugen), dem typischen Auto- und Flüssiggas LPG (wichtiger Bestandteil: Propan C₃H₈), und anderer toxischer und explosiver Gase zur Verfügung.
Dabei wird jede Gaswarneinrichtung von unserem technischen Vertrieb oder unseren Servicepartnern mit Ihnen zusammen ganz spezifisch auf die Bedürfnisse Ihrer Gebäude- und Gefährdungssituation ausgerichtet. Lassen Sie sich jetzt unverbindlich beraten!
Unser Bieler+Lang Qualitätsanspruch
Bieler+Lang Produkte und die neue SafePark-Serie steht für langlebige, robuste und wartungsarme Gaswarntechnik „Made in Germany“ – entwickelt für den professionellen Dauereinsatz in Parkhäusern und Tiefgaragen.









